DER ENGADINER STARGASTRONOM

Der Bündner Gourmetkoch Reto Mathis stellt der
«Bündner Woche» sein neues Restaurantkonzept vor

 

Reto Mathis steht in der Küche. Wartet geduldig, bis ein Koch das Paket, das eben von einem Paketservice abgegeben wurde, öffnet. Sie nehmen drei vakuumierte Säcke heraus, in denen verschieden grosse schwarze Knollen verpackt sind. Mathis öffnet eine Verpackung und lässt Chefkoch Nicholas Grimaldi daran riechen. Dieser schliesst seine Augen und schnuppert. «Perfetto», fasst der Italiener knapp zusammen. Ein leichter Duft von Trüffel breitet sich aus. Mathis und Grimaldi stellen den schwarzen Trüffel auf eine Küchenwaage. «Genau drei Kilogramm » sagt Mathis und nickt zufrieden.

Nun nimmt er die Rechnung aus der Kartonschachtel.
Kostenpunkt 3300 Franken. Wieder nickt er und lässt das Papier in den Unterlagen archivieren. Spitzenkoch Mathis ist stolz auf sein neues Restaurant, in das er sehr viel Zeit, Leidenschaft und Herzblut gesteckt hat: Nach einer langen Planungsphase hat er vergangenen Sommer den Betrieb der «Chesa Chantarella» – von Mathis, seinen Mitarbeiter und Gästen wird das Restaurant liebevoll «Che Cha» genannt – oberhalb von St. Moritz übernommen. Mitten im Skigebiet Salastrains steht das «Che Cha» in einer geschichtsträchtigen Lokalität. «Die Aussicht ist einmalig und atemberaubend», sagt Mathis und führt durch die verschiedenen Restaurant- und Club-Bereiche.

Dass er in seinem 60. Lebensjahr noch eine neue Herausforderung in Angriff genommen habe, habe mit seinem «umtriebigen Unternehmergeist » zu tun. «Eigentlich hätte ich diesen Schritt schon vor zehn Jahren wagen sollen, aber das ist eine andere Geschichte», ist Mathis überzeugt. Er lacht – so wie es Menschen tun, die auch über sich selbst lachen können. Mit der Übernahme des «Che Cha» habe er die «perfekt gelegene» Lokalität auf 2100 Metern über Meer «zu neuem Leben aufrufen» wollen. «Ja, ich wollte einen neuen Hotspot mit kulinarischen Highlights in St. Moritz eröffnen», gesteht der Bündner.

Bündner Woche | von Magdalena Ceak | ‎21‎. ‎Februar‎ ‎2018

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